Unser Jugendteam

Der Bundesverband Skoliose möchte auch jungen Skoliosepatienten mit Informationen und Beratung zur Seite stehen. Dabei setzen wir auf eure Beteiligung. Bitte meldet euch bei unserem Jugendteam, was eurer Meinung nach auf die Jugendseite gehört und was auf keinen Fall fehlen sollte. Dazu könnt ihr unsere Kontaktseite nutzen. Für Anregungen und Kritik haben wir immer ein offenes Ohr!

Eure eigenen Erfahrungen mit der Krankheit veröffentlichen wir gern auf der Seite „Das seid ihr/Meine Skoliosegeschichte“.

Liebe Grüße
Euer Jugendteam:

Carolin Katrin
Carolin und Katrin

Jugendtag 2017

Parallel zum 9. Skoliosetag findet am:
- vom 22. und 23. September 2017
- im Mercure Hotel Bochum City,
- Massenbergstraße 19-21, 44787 Bochum
.
der Jugendtag des BV Skoliose e. V. statt. Am Programm wird noch gearbeitet, aber das Programm des Skoliosetages wurde bereits veröffentlicht und eine Anmeldung zur Teilnahme ist bereits möglich.

Skoliose-Jugendtag in Dresden - Toll war's!

Vom 23. bis 25. September 2016 war ich in Dresden beim Skoliose-Jugendtag. Fast 30 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aus Deutschland, und eben ich aus Österreich (als Einzige!) nahmen daran teil. Los ging alles bereits am Freitag mit einem ersten Kennenlernen. Wir haben uns alle gegenseitig vorgestellt (das kennt man ja von der Schule ;-)), über unsere Skoliose gesprochen und festgestellt, dass wir eine ziemlich bunte Mischung waren. Am Samstag fand dann der eigentliche Skoliosejugendtag statt. Hier Wurden einzelne Workshops von den KorsiSisters gestaltet.

So ging es zum Beispiel um unseren Umgang mit der Skoliose. Was haben wir dadurch erlebt und welche Vorteile (man mag es kaum glauben!) haben sich dadurch ergeben. Bei einigen von uns haben sich durch diese Krankheit auch schon neue Freundschaften gebildet.
Bei einem weiteren Workshop ging es um das Thema Sport und Bewegung. Wir haben auf Zettel aufgeschrieben was uns gut tut, aber auch was wir vermeiden, weil wir etwa Schmerzen dadurch haben. Diese Zettel wurden aufgehängt und die Themen gemeinsam besprochen. Danach haben wir das Thema Bewegung gleich in die Tat umgesetzt. Wir sind raus gegangen und etwas durch die Gegend gestreift, haben viel miteinander gesprochen, gelacht und auch einige Fotos von uns gemacht.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mich nach den Workshops gleich etwas selbstbewusster und stärker gefühlt habe. Miteinander darüber zu sprechen und etwas gemeinsam unternehmen, war wirklich toll. Gar nicht so schlecht, wenn man nicht alleine mit seinen Problemen ist.

Bevor wir am Sonntag wieder nach Hause fuhren, ging es mit dem Bus ins Zentrum von Dresden. Da viele von uns die Korsetts über dem Gewand trugen, fielen wir dann doch ein wenig auf. Für eine hell aufgeregte Touristengruppe aus China waren wir eine derartige Attraktion, dass einige unserer Gruppe gleich fotografiert wurden. Warum unbemerkt durchs Leben gehen?
Nächstes Jahr findet der Skoliose-Jugendtag am 23. September 2017 in Bochum statt. Vielleicht schaffen wir es ja sogar, dass wir gemeinsam mit einer kleinen Gruppe aus Osterreich dort hinfahren (meinen ausführlichen Bericht findet Ihr auf www.5kolioseforum.at).
Carina, 14 Jahre alt, aus Linz (Oberösterreich)

Skoliose-]ugendtag Dresden 2016

Am Freitagabend versammelten wir uns nach dem Abendessen erst einmal alle zu einer Kennenlernrunde, wo wir die Erwartungen jedes Einzelnen an den Skoliose-Jugendtag aufschrieben und anschließend vorstellten. Größtenteils hofften die TeilnehmerInnen - welche aus allen möglichen Ecken Deutschlands und sogar aus Österreich angereist waren‚ darauf, mehr Motivation fürs Tragen des Korsetts und das tägliche Übungsprogramm zu gewinnen sowie neue Freundschaften mit anderen von Skoliose betroffenen Jugendlichen zu schließen.

Samstagmorgen ginges dann nach einem stärkenden Frühstück um 9 Uhr mit dem ersten Workshop los. Darin stellten wir das Schicksal von Bethany Hamilton vor, die alsjunges Mädchen durch einen Haiangriff ihren Arm verlor und seitdem ihr Handicap in ihr Leben integrieren und Vieles neu erlernen musste - heute ist sie jedoch eine berühmte Profisurferin, die Millionen von Menschen mit ihrer Geschichte inspiriert. Dieser radikale Einschnitt in ihrem Leben weist zahlreiche Parallelen zum positiven Umgang mit der Skoliose auf: Nicht an Umständen zu verzweifeln, sondern stattdessen die Wahl zu treffen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und das Beste aus der eigenen Situation herauszuholen.
Daraufhin ermutigten wir die Teilnehmerinnen, darüber nachzudenken, was die Skoliose bisher für sie Gutes hervorgerufen hatte: Seien es Begegnungen mit Menschen oder lustige Erlebnisse und Vorteile, welche beispielsweise durch das Korsett entstanden waren. Und tatsächlich wurden zahlreiche Dinge auf bunten Blättern festgehalten, welche wir an einer provisorisch aufgestellten Leine anbrachten und danach in der Runde zusammentrugen.

Nach einer kleinen, kommunikativen Kaffeepause fand dann unser zweiter Workshop statt, in dem wir uns darüber austauschten, was unserer Skoliose guttut und was eher nicht - sowohl im körperlichen, als auch psychischen Sinne. Neben neu mitgenommenen Anregungen versuchten wir zudem, gemeinsam Alternativen und Behebungsvorschläge für Komplikationen zu finden. Im Anschluss an die fleißige Mitarbeit und das lange Sitzen durften jetzt alle in Kleingruppen kreativ werden: Wir stellten die Aufgabe, die Korsetts in einer ungewöhnlichen, neu erdachten Situation in Szene zu setzen - das Team mit dem originellsten Foto konnte dann nach einer gemeinsamen Abstimmung einige Preise gewinnen. Diese sehr humorvollen und ideenreichen Ergebnisse riefen viel Heiterkeit hervor und es war ein verstärkter Zusammenhalt innerhalb der dynamischen Gruppe deutlich spürbar.

Darauf folgend stattete uns der Orthopädietechniker Rainer Hilker von der Bauche GmbH in Neustadt einen Besuch ab, welcher sich für Fragen unsererseits rund um das Thema Skoliose und Korsett zurVerfügung stellte und an seinen Erfahrungen in der Branche teilhaben ließ. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, setzten wir uns in den Vortrag „Selbstwahrnehmung von Skoliosepatienten“ von Prof. Dr. med. Tobias Schulte, welcher sich ebenfalls Zeit nahm, um mit uns Jugendlichen über den Aspekt der psychologischen Therapie bei Skoliosepatienten zu diskutieren. Um den Rücken nun ebenso aktiv zu stärken, testeten wir einige Ausführungen der Faszienrolle, auch "Blackroll“ genannt, woraufhin wir noch einen längeren Spaziergang durch die ruhige, idyllische Ortschaft etwas außerhalb des Dresdner Zentrums unternahmen.
Die KorsiSisters, Hannah und Natalia

YouTube-Video „Skoliose - und jetzt?“

Ergänzend zu unserer Jugendbroschüre hat der Bundesverband ein Video (6:29 min) unter dem Titel „Skoliose - und jetzt?“ auf YouTube veröffentlicht.
Darin zeigen betroffene Jugendliche ihren persönlichen Umgang mit der Skoliose und übermitteln eine positive Botschaft: „Nehmt die Diagnose und die empfohlenen Therapien sehr ernst, Ihr könnt aber weiterhin Euer Leben beibehalten. Betreibt Euren gewohnten Sport, trefft Eure Freunde und geht auf Partys, genießt Eure Jugend und lasst Euch nicht unterkriegen.“ Ihr könnt das Video unter www.youtube.com/watch?v=MvF_VzqPVuk aufrufen.
Das Video wurde auf dem Skoliosetag am 24.09.2016 in Dresden erstmals gezeigt.

Freiwillige Patienten gesucht

Die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik in Dortmund sucht nach Jugendlichen bzw. Kindern zwischen 10 und 20 Jahren mit Skoliose aus dem Raum Dortmund, die als freiwillige Patienten bzw. Demo-Modelle den Unterricht beim Bau von Skoliose-Orthesen unterstützen möchten.
Frau Auler von der Bundesfachschule hat uns dazu diese Information (PDF-Datei) zum Herunterladen übergeben.